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News26 Juni 2019

FMCG Supply-Chain-Studie: Lösungen für ein sich wandelndes Geschäftsumfeld

Trotz des Medienhypes ist die Implementierung neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und Blockchain für FMCG-Unternehmen kurzfristig selten erfolgreich. Stattdessen werden traditionelle Konzepte wie Sales and Operations Planning sowie Track & Trace aufgrund ihrer hohen Implementierungsquote immer relevanter. Big Data hingegen hat sich bereits als Mehrwert erwiesen, auch wenn die meisten Unternehmen immer noch nur einen Bruchteil des Potenzials von datengesteuerten Support-Tools nutzen.Das sind die zentralen Ergebnisse der globalen Supply-Chain-Studie in der FMCG-Branche mit mehr als 360 globalen Teilnehmern, die Miebach Consulting in Zusammenarbeit mit GS1 Germany im ersten Quartal 2019 durchgeführt hat. Lösungen für 2020 in einem sich ständig verändernden Geschäftsumfeld Fast täglich tauchen Innovationen im Supply Chain Management Umfeld auf. Doch welche haben das Potenzial, sich zu Standards von 2020 zu entwickeln? Das hat die Studie untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Erfolgreiche Early Adopters treiben Entscheidungsträger im Supply Chain Management Umfeld dazu, den Status quo in Frage zu stellen. Sie verschieben Grenzen, um dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus zu sein. Unter den FMCG-Unternehmen herrscht generell die Meinung, dass sich der Geschäftskontext verändert: 55 Prozent der befragten Unternehmen erleben starke bis sehr starke Auslöser für Veränderungen ("trigger points for change"). Die Mehrheit der Unternehmen sieht in der Kundenorientierung den Schlüssel zum Erfolg ihres Supply Chain Managements in den nächsten zwei Jahren. Kooperation ist ein weiterer entscheidender Hebel für die Digitalisierung zukünftiger Supply Chains, 60 Prozent erachten dies als den relevanten Auslöser mit einem starken oder sehr starken Hebel für Digitalisierungsprojekte. "Die meisten Zukunftstechnologien erfordern ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft. So wird der transparente Informationsaustausch, insbesondere in Wertschöpfungsnetzwerken, in den nächsten Jahren eine zentrale Herausforderung sein", sagt Dirk Freda, Leiter des Competence Centers Supply Chain Management, GS1 Germany. Bessere Supply-Chain-Performance: KPIs sind Auslöser Da Key Performance Indicators (KPIs) ein führendes Instrument zur Steuerung der Leistungsfähigkeit und Entwicklung eines Unternehmens sind, verglich die Umfrage die aktuelle und die angestrebte kurzfristige Supply Chain Performance. Die Antworten zeigen, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent) bis 2020 eine deutliche Verbesserung ihrer KPIs anstreben. "FMCG-Unternehmen wollen ihre KPIs drastisch erhöhen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter des digitalen Wandels zu sichern. Es wird deutlich, dass weder die traditionelle Supply-Chain-Automatisierung noch innovative Lösungen allein ausreichen werden, um dieses Ziel zu erreichen. Die Kombination beider Ansätze ist notwendig", erläutert Pank Bedaux, Global Lead Industry Practice Consumer Goods, Miebach Consulting. Reaktion auf den Wettbewerbsdruck: Kundenservicegrad und Automatisierung Im hohem Kundenservicegrad und zunehmender Automatisierung sehen die Unternehmen Chancen für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Nach Angaben der Studienteilnehmer bewegen sich die angestrebten Service-Levels OTIF (on-time in-full) standardmäßig im Bereich von 96 bis 99 Prozent. Allerdings erreichen nur etwa 25 Prozent der Unternehmen bereits dieses Serviceniveau. Und 10 Prozent müssen einen deutlichen Sprung von derzeit 90 bis 93 Prozent machen, um den angestrebten KPI bis 2020 zu erreichen. Die Ergebnisse zeigen auch eine Tendenz zu mehr Automatisierung: Kaum ein Unternehmen kehrt zu manuelleren Lösungen zurück. Alex Waterinckx, Lead Industry Practice Consumer Goods Germany, Miebach Consulting sagt dazu: "Wir sehen auf dem Markt ein wachsendes Interesse an automatisiertem Case Picking, was durch die Umfrage bestätigt wird. Vor allem die Lagenkommissionierung ist eine Technologie mit steigendem Interesse, da Handelskunden weniger volle Paletten nachfragen und somit mehr Kommissionierung benötigt wird." Der Wandel zu Multi- und Omnichannel-Lösungen Traditionelle Rollen in der End-to-End Supply Chain für Konsumgüter verschwimmen in den letzten Jahren. E-Delivery, Supply-Chain-Orchestrierung, Supply-Chain-Segmentierung sowie Anpassung des Footprints an ein E-Com-Netzwerk gewinnen an Bedeutung und wurden bereits in 78 bis100 Prozent aller angegangenen Projekte erfolgreich umgesetzt. Multi- und Omnichannel-Lagerlösungen werden immer häufiger als spezialisierte Lagertypen eingesetzt. Dies ermöglicht operative Synergien bezüglich des Personals sowie die gemeinsame Nutzung des investierten Working Capitals. Die vollständige Studie kann bei Miebach Consulting, Ralf Hoffmann unter hoffmann@miebach.com oder bei GS1 Germany, Sarah Leick unter sarah.leick@gs1.de. angefordert werden.

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