Mein Weg in die Beratung: Wie eine Vorlesung meine Perspektive verändert hat
25.06.2026 | Von Erik Eckhardt, Miebach
Als ich mir gegen Ende meines Studiums Gedanken über meine berufliche Zukunft gemacht habe, kamen für mich viele verschiedene Industrien und Bereiche infrage. Das Arbeiten in einer Beratung hatte ich jedoch nie in Erwägung gezogen.
Das kam vor allem daher, dass ich während meines Studiums ein eher stereotypisches Bild von Beraterinnen und Beratern hatte, auch weil ich keine Beraterinnen oder Berater persönlich kannte. In meiner Vorstellung waren das Menschen, die für kurze Zeit bei einem Unternehmen auftauchen, schöne Slides mit Überschriften wie „Der Weg in die Zukunft“ erstellen und dann wieder gehen, bevor es darum geht, diesen Weg auch tatsächlich zu beschreiten und umzusetzen. Beratung wirkte für mich deshalb oft weit entfernt von der Realität meines Arbeitsalltags.
Umso überraschender war es für mich, als ich noch vor Beginn der Bewerbungsphase mit einer ganz anderen Seite der Beratung in Berührung kam. Ein Miebach-Berater hielt an meiner Hochschule eine Vorlesung und gab mir damit meinen ersten echten Einblick in die Beratungswelt. Der Austausch in der Vorlesung brachte mich dazu, meine bisherigen Annahmen zu überdenken. Besonders die offenen Diskussionen und der Erfahrungsaustausch haben dazu beigetragen, dass sich mein Bild recht schnell geändert hat.
Denn viele Erfahrungen, die ich in vorangegangenen Tätigkeiten gesammelt hatte, fand ich plötzlich in verständlichen und klaren Konzepten und Herangehensweisen wieder. Ich hatte beispielsweise längere Zeit in Einkaufsabteilungen gearbeitet und dort verstanden, dass unterschiedliche Warengruppen unterschiedliche Einkaufsstrategien benötigen. Die Kraljic-Matrix, die genau dabei helfen kann, war mir bis sie mir in der Vorlesung begegnet ist jedoch kein Begriff.
So wurde der Mehrwert, den Beratung bringen kann, für mich greifbarer. Beratung hilft dabei mit einem objektiven Blick von außen auf historisch gewachsene Prozesse und Handlungen zu schauen und diese anhand geeigneter Methoden neuaufzusetzen. Viele Unternehmen haben bereits eine Vorstellung davon, wo sie hin möchten. Die eigentliche Schwierigkeit liegt jedoch oft darin aus vielen möglichen Optionen den besten Weg auszuwählen und dabei die richtigen Abzweigungen zu identifizieren.
Der Austausch in der Vorlesung hat mir außerdem gezeigt, dass Beratung neben fachlicher Kompetenz zu großen Teilen auch von den Menschen, die zusammenarbeiten lebt. Auch die rechnerisch beste Lösung ist keine gute Lösung, wenn der Kunde nicht von ihr überzeugt ist und sie nicht mitträgt. Diese Erkenntnis war für mich sehr prägend. Die Vorlesung war deshalb ein ausschlaggebender Grund dafür, dass ich mich nach meinem Studium bei Miebach beworben habe.
Anschließend habe ich es bei Miebach genau so erlebt, dass nach dem Identifizieren des geeigneten Weges anschließen oft noch einen Schritt weiter gegangen wird. Wir begleiten unsere Kunden nämlich auch häufig bei der Umsetzung ihrer Strategie. Das kann in der Detailplanung sein, beim Umzug in ein neues Lager oder bei der Inbetriebnahme einer neuen Anlage. Genau diese Verbindung aus Strategie und Umsetzung hatte ich vorher nie bei einer Beratung vermutet.
Auch nach mittlerweile drei Jahren bei Miebach schätze ich besonders die Vielfalt der Projekte. Generell arbeite ich gerne an Themen, bei denen man nach der Entwicklung einer Strategie sieht, wie diese Strategie Schritt für Schritt Realität wird.
Aus einem Berufsfeld, das ich früher vor allem mit PowerPoint-Folien und ausschließlich mit hochaufgehängten Strategien verbunden habe, ist für mich eine Arbeit geworden, bei der Konzeption und Umsetzung zusammengehören. Heute erlebe ich den Berateralltag als etwas Kollaboratives, Praktisches und Wirksames. Gemeinsam mit Kunden entwickeln wir nicht nur Lösungen, sondern bringen sie auch in die Realität.
Autor