Die Vernetzung und Kommunikation bietet der Intralogistik immer neue Chancen. Der 24. Deutsche Materialfluss-Kongress an der TU München in Garching vom 26. - 27. März 2015 stand daher unter dem Motto „Logistik im Spannungsfeld zwischen Mensch und Technik“. Über 370 Experten aus Industrie, Forschung und Beratung waren Teilnehmer.    

Ein Highlight war die von Rüdiger W. Schwarz, Head of Competence Center IP WMS, Miebach Consulting, moderierte Podiumsdiskussion zum Thema „SAP EWM auch für den Materialflussrechner?“ Die teilnehmenden Experten von Brose Fahrzeugteile, SAP SE Deutschland, MLOG Logistics, SALT Solutions sowie Westernacher Consulting AG diskutierten u.a. folgende aktuelle Fragen:

 

  • Was sind die Chancen und Risiken eines integrierten Lagerverwaltungssystems mit Materialflussrechner?
  • In welchen Anwendungsfällen ist eher eine individuelle Materialflusssoftware zu bevorzugen?
  • Welche Vorteile liegen in der Projektierung, in der Realisierung und im Betrieb?
  • Was ist zu beachten, wenn man bestehende Anlagen mit dem SAP EWM nachrüsten möchte?

Dabei wurde deutlich: Sowohl integrierte Lösungen wie SAP EWM mit Warehouse Management System und Materialflussrechner (MFS) als auch separate Systemlösungen sind erfolgreich im Einsatz. Eine Empfehlung zu einer Variante kann nach verschiedenen Kriterien wie Sicherheit, Erweiterbarkeit, Implementierungs- und Betriebskosten (TCO) getroffen werden. „Es kommt auf die individuellen Bedingungen des Unternehmens an, welche Konstellation die richtige ist“ – so Christoph Höger, Leitung Automatisierungstechnik, MLOG Logistics GmbH. Die Auswahl des richtigen EWM-Partners in der Planung, Durchführung und im Support ist essenziell, gibt Jens Kappauf, Senior Architect SCM, Westernacher Consulting AG, zu bedenken. Individuelle Performance- und Integrationsanforderungen sowie funktionale Erweiterungen in Hinblick auf projekt- und kundenspezifische Dialoge seien außerdem wichtig zu berücksichtigen. Ralf Schränkler, Solution Sales Excecutive SCM, SAP Deutschland, verweist auf Zusatzlösungen und Beratungsleistungen der Implementierungspartner, die den EWM-Standard für individuelle Problemstellungen ergänzen. Daniel Dömming, Head of Business Unit WMS, von der Salt Solutions GmbH, betonte, dass nicht zuletzt aufgrund des Framework-Gedankens des SAP EWM MFS der Einsatz von Materialfluss-Simulationen in der Planungsphase sowie Emulationen in der Testphase empfehlenswert sind.

Neben den Softwarepartnern bestätigte Herr Dieter Trautzsch, GV Projektleiter Logistik, Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, die Empfehlungen aus seiner Anwendersicht. Er zeigte mit einigen Zahlen auf, wie man im Werk in Ostrava die Performance auch in einer verteilten Systeminstallation über 700 km Entfernung sichergestellt hat. 

Für weitere Informationen zum Thema SAP EWM und dessen MFS steht Ihnen Rüdiger W. Schwarz gerne zur Verfügung.